...mit Andy Warhol

887. die Begründung

das Filmmaterial vom 11.Februar 1972, das ich nur deshalb nach Jahren visioniere, um mich zu vergewissern, dass Andy Warhols Stimme tonlos ist, weil Theo dieses 'ist', das jetzt in Nr. 595 als 'war' dasteht, aus dem Grund in die Vergangenheit gesetzt haben wollte, weil Andy Warhol zwischen meinem Schreiben und Theos Lesen jener Nummer gestorben ist, - eine Begründung, die ich nicht nachvollziehen kann, da ich jedesmal, wenn ich die Stimme höre, feststellen muss, dass sie tonlos ist,

Peter K. Wehrli mit Andy Warhol

887a.

und das Missverständnis, als das Theo diese Katalognummer deshalb bezeichnet haben möchte, weil er von Warhols realer Stimme redete, während ich die Filmstimme meinte, die mir im Moment, in dem ich Warhol sprechen höre, zur realen wird.

399. das Sehen

der ungeheuer weitreichende Aufschluss über amerikanische Literatur und amerikanischen Film, den Robert Altman gab, als er meine Feststellung, er sei ein ungemein präzis analysierender Kritiker der amerikanischen Zivilisation, mit dem Satz beantwortete: "Ich ein Kritiker ? Ich zeige doch nur, was ich sehe!"

399a.

und meine von diesem Satz geschürte Vermutung, dass Andy Warhol eine Zeitlang wohl nur deshalb als Konsumkritiker missverstanden worden ist, weil er die Konservenbüchsen zeigt, die er gesehen hat,

399b. und die aus dieser Vermutung resultierende Erkenntnis, dass die Absicht des Künstlers und die Wirkung seiner Werke nichts miteinander zu tun haben müssen.