...mit Mia Couto

1545. die Gespräche

die Besuche bei Mia Couto an der Martires de Manchava, die mich deshalb so alert und zuversichtlich stimmten, weil die dortigen Gespräche alle wie imprägniert waren von der euphorisierenden Gewissheit, die Welt der Dichtung, der Fiktion, sei die Welt der grösstmöglichen Freiheit, weil du in ihr erzählen kannst was immer die Geschichte und nicht was die Wirklichkeit von dir fordert und dir trotzdem nie jemand vorwerfen kann, dass du lügst.

Peter K. Wehrli mit Mia Couto

1546. die Vorstufe

ob die Wahrhaftigkeit eine Vorstufe der Wahrheit sei oder umgekehrt etwa über ihr stehe, diese Folgefrage zu den in Nr. 1545 erwähnten Gesprächen mit Mia Couto, die uns beim Essen im „Costa do Sol“ weiterbeschäftigten als Nelson Saúte postulierte, nur wo die Wahrheit Dichtung werde, könne sie wahrhaftig sein.